Dem PrüstelGP Duo steht erneut schwieriger Rennstart bevor

Dem PrüstelGP Duo steht erneut schwieriger Rennstart bevor

Dass der myWorld Motorrad Grand Prix von Österreich kein allzu leichtes Pflaster werden würde, war trotz des letztjährigen Erfolges des Redox PrüstelGP Teams klar. Dass es nach dem hoffnungsvollen Start am Freitag dann doch so schwer sein würde, sich zu behaupten, damit hätte im Team niemand gerechnet.

Leider konnte der 26-Jährige Tscheche, Jakub Kornfeil, die Probleme aus dem FP2 nicht abschütteln. Schon am Morgen im dritten Freien Training konnte er sich gerade noch so seinen vermeintlich sicher geglaubten Q2 Platz sichern, nachdem er die morgendliche Session nur auf dem 21. Platz, 1.425 Sekunden hinter Pacesetter Tony Arbonlino beendete. Im Q2 bleibt bekanntlich nicht viel Zeit, sodass schnell getroffene Entscheidungen nicht immer positiv enden. Leider verhalf die Gruppe, in der sich der erfahrene Kornfeil befand nicht zu einer schnelleren Rundenzeit und somit startet er morgen von P15 aus ins Rennen, nachdem er von der Strafversetzung von Ayumu Sasaki eine Startposotion profitierte.

Filip Salac schien ebenfalls seine Schwierigkeiten an diesem bewölkten Samstag zu haben. Zunächst war er im FP3 stark unterwegs und fuhr mit gebrauchen Reifen ähnliche Zeiten, wie am Vortag mit Neuen. Doch dann ereielte ihn erneut das Pech. Mit frischen Reifen wollte der junge Tscheche einen letzten Angriff starten, doch dann kam ihn ein anderer Fahrer in die Quere, sodass er weit ging und ihm dann keine Zeit mehr blieb, es erneut zu versuchen.Nichts desto trotz ließ er immerhin zehn Kontrahenten hinter sich, davon einige Rookie-Kollegen wie Can Oncu auf Position 27.

Wenn um 11:00 Uhr (MEZ) die roten Ampeln auf grün schalten, gibt es für das zielstrebige Duo nur noch ein Ziel: mit der Führungsgruppe aufschließen und so viele Punkte wie möglich mitnehmen. Dazu gilt es aber erst einmal dem Gedränge nach dem Start zu entkommen. Werden die zwei Tschechen diesmal mehr Glück haben, als noch vergangene Woche bei ihrem Heim Grand Prix in Brünn?

Top 10:
1. Romano Fenati (VNE Snipers) – 1:36.460
2. Ayumu Sasaki (Petronas Sprinta Racing) + 0.051 *
3. Jaume Masia (Bester Capital Dubai) + 0.229
4. John McPhee (Petronas Sprinta Racing) + 0.230
5. Ai Ogura (Honda Team Asia) + 0.245 *
6. Kaito Toba (Honda Team Asia) + 0.302
7. Tatsuki Suzuki (SIC58 Squadra Corse) + 0.328
8. Tony Arbolino (VNE Snipers) + 0.331
9. Lorenzo Dalla Porta (Leopard Racing) + 0.430
10. Raul Fernandez (Sama Qatar Angel Nieto Team) + 0.513
.
16. Jakub Kornfeil (Redox PrüstelGP) + 1.023
.
21.Filip Salac (Redox PrüstelGP)

* 12-place grid penalty

Jakub Kornfeil
Rider #84

Heute war das Qualifying wirklich hart. Ich habe alles versucht, aber wir waren uns nicht sicher, ob wir alleine oder in einer Gruppe pushen sollten. Wir haben uns für eine Gruppe entschieden, was meiner Meinung nach nicht die beste Entscheidung war, da ich am Ende nur 2 Runden gefahren bin. Eine am Anfang und eine am Ende. Das ist natürlich nicht viel, also hätten diese Runden perfekt sein müssen. Der 16. Platz ist nicht das, was wir wollten. Damit kann ich nicht glücklich sein. Top 10 war eindeutig unser Ziel und jetzt sind wir weit davon weg. Für morgen müssen wir das Getriebe verbessern, denn das ist hier im ersten und zweiten Sektor extrem wichtig. Die Abstimmung des Bikes ist gut. Es ist wirklich nur das Getriebe und dann sind wir bereit für das Rennen. Wir werden sicherlich etwas im Warm-Up ausprobieren und sehen, wie es läuft. Der Rhythmus ist gut, aber die letzte Runde im Qualifying war halt einfach etwas unglücklich.

Filip SALAC
Rider #12

Es war ein kein guter Tag für mich, daher bin ich auch super unglücklich. Heute Morgen hat das Motorrad im FP3 wirklich gut funktioniert. Ich bin mit gebrauchten Reifen die gleichen Rundenzeiten gefahren, wie gestern mit Neuen. Als ich meinen neuen Reifensatz bekam, fuhr ich raus, um eine gute Position zu sichern, aber als ich gerade auf einer schnellen Runde war, berührte mich ein anderer Fahrer und zwang mich, aufzumachen und weit zu gehen. Ein weiterer Pechmoment für mich. Deshalb bin ich dann doch nur im Q1 gelandet. Ich hatte gehofft, es bis zum Q2 zu schaffen, aber wir hatten die falsche Strategie. Ich musste allein eine starke Rundenzeit fahren, was hier auf dieser Strecke schwierig ist, da man ein bisschen Windschatten braucht. Aber es ist das Rennen, was morgen zählt. Am Renntag können die Dinge immer anders sein. Mal sehen, was ich erreichen kann, aber ich werde mein Bestes geben, das ist sicher.