JerezGP: Wenn Glück und Unglück nah beieinander liegen

JerezGP: Wenn Glück und Unglück nah beieinander liegen

Nachdem es die letzten Tage sehr warm war auf dem 4,4 km langen Circuito de Jerez – Angel Nieto im Süden Spaniens, mussten sich die die Moto3 Piloten am Samstag bei deutlich kühleren Bedingungen wieder an neue Streckenbedingungen anpassen.

So richtig rund läuft es dabei nicht für den Neuzugang im Redox PrüstelGP Team.
Filip Salac bestreitet dieses Wochenende seinen vierten Grand Prix für das vom Sachsenring stammende Team, doch der junge Tscheche hat Probleme sich an seine Moto3 KTM anzupassen und der enorme Zeitdruck in den Qualifying Sessions erlaubt keinerlei Fehler. Der 17-jährige Salac wird den Grand Premio Red Bull de España am Sonntag von Position 28 in Reihe 10 aus starten.

Manchmal liegen Glück und Pech nah beieinander, denn Routinier Jakub Kornfeil schaffte es trotz schmerzendem Schlüsselbein, sich in einem hart umkämpften FP3 einen Platz im Q2 zu sichern. Mit einer Verbesserung um 1,653 Sekunden zum FP2 beendete der 26-Jährige die erste Session am Samstag auf Position 7. Sobald der Startschuss für das Q2 gefallen war, kämpfte der aus der Nähe von Brünn stammende Pilot mit der Nummer 84 mit allem, was er hatte, um einen Platz innerhalb der Top 10 zu bekommen. Doch mit nur noch knapp anderthalb Minuten auf der Uhr streikte seine KTM auf Grund eines technischen Problems der Schalteinheit, sodass ihm die Chance auf einen letzten Angriff verwehrt wurde. Am Ende schob ihn das Fahrerfeld in den letzten Sekunden auf Startposition 12 zurück.

Was wird der Rennsonntag für den sächsischen Rennstall bereithalten? Kann Kornfeil’s Crew das Problem rechtzeitig beheben? Fakt ist, dass auch das vierte Saisonrennen nicht mit Action geizen wird. Los geht’s ab 08:40 Uhr mit dem Warm-Up der Moto3, das Rennen folgt dann wie gewohnt um 11:00 Uhr.

Top 10 Q2:
1. Lorenzo Dalla Porta (Leopard Racing) – 1:46.011
2. Tatsuki Suzuki (SIC58 Squadra Corse) + 0.004
3. Celestino Vietti (SKY Racing Team VR46) + 0.184
4. Niccolo Antonelli (SIC58 Squadra Corse) + 0.221
5. Dennis Foggia (SKY Racing Team VR46) + 0.345
6. Gabriel Rodrigo (Kömmerling Gresini Moto3) + 0.414
7. Aron Canet (Sterilgarda Max Racing Team) + 0.430
8. Marcos Ramirez (Leopard Racing) + 0.461
9. Albert Arenas (Sama Qatar Angel Nieto Team) + 0.487
10. Romano Fenati (VNE Snipers) + 0.528
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12. Jakub Kornfeil (Redox PrüstelGP) + 0.895
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28. Filip Salac (Redox PrüstelGP) + 1.988 (Q1)

Jakub Kornfeil
Rider #84

Der heutige Tag begann sehr gut und ich war echt zufrieden mit dem Motorrad im FP3. Wir haben gegenüber gestern einige Änderungen vorgenommen, die sehr gut funktionierten. Unser Ziel war es, in das Q2 zu kommen, was wir im allerletzten Moment auch schafften. Mit dem Qualifying bin ich allerdings sehr unzufrieden. Wir versuchten so schnell wie möglich eine schnelle Runde zu fahren, aber leider stimmte etwas an meinem Motorrad nicht. Von der ersten fliegenden Runde an hatte ich ein technisches Problem und in Kurve 12, kurz vor der schnellsten Kurve, blieb mein Motorrad einfach stehen. Trotzdem habe ich eine 1.46,9er gefahren, aber dann verlor mein Motorrad immer mehr an Leistung. Ich musste anhalten und versuchte, alles zurückzusetzen. Ich fuhr dann zurück in die Box, um meinen Mechanikern das Problem zu schildern, aber sie waren sich nicht sicher und wir hatten nicht mehr genug Zeit, es zu beheben. Ich fuhr wieder raus, aber ich konnte nicht einmal die erste fliegende Runde beenden. Es macht mich wirklich traurig, weil ich in einer starken Gruppe unterwegs war. Aber das ist Racing. Wir müssen alles überprüfen und uns auf morgen konzentrieren. Mein Schlüsselbein ist ganz in Ordnung. Für das Qualifying habe ich Schmerztabletten genommen, damit es mich nicht einschränkt, schnell zu fahren.

Filip SALAC
Rider #12

Im FP3 hatten wir einen guten Start, aber dann hatten wir die Taktik, nur einen Stopp einzulegen, aber ich kam zu früh zur Box. Wir dachten, wir könnten einfach ein paar Dinge ausprobieren, aber dann machten wir einen Fehler mit den Reifen. Wir haben mitten im Training neue Reifen montiert, was nicht die beste Idee war, denn wir hätten diese im letzten Outing gebraucht. Als die Spitzengruppe dann auf neuen Reifen unterwegs war, waren meine abgenutzt und so konnte ich keine schnelle Runde mehr fahren. Es war unser Fehler und dann musste ich im Qualifying hart pushen. Ich habe alles gegeben und vielleicht hätte ich in einer Gruppe schneller sein können. Für morgen gibt es noch einiges anzupassen. Ich hoffe, dass wir uns für das Rennen steigern können.