Kornfeil beendet Q2 Zeitenschlacht auf P14, Salac musste sturzbedingt auf das Q1 verzichten

Kornfeil beendet Q2 Zeitenschlacht auf P14, Salac musste sturzbedingt auf das Q1 verzichten

Das gestrige FP2 versprach bereits, dass das Qualifying am Samstagabend eine Zeitenschlacht wird. Leider beeinflusste erneut starker Wind auf dem Losail International Circuit die Rundenzeiten der Moto3 Fahrer. Besonders im FP3 führte es dazu, dass nicht ein einziger Pilot seine Zeit aus dem FP2 toppte.

Der erste Qualifying Samstag stand für das vom Sachsenring stammende Redox PrüstelGP Team unter keinem guten Stern.
Zunächst musste der 17-jährige Neuzugang, Filip Salac, im FP3 einen schweren Sturz einstecken. Kurz zuvor steigerte er seine Rundenzeiten kontinuierlich, bis er nach nur fünf Runden und auf Position 21 liegend per Highsider stürzte. Dabei schlug der Moto3 Rookie heftig mit dem Oberkörper auf dem Tank seiner KTM ein und anschließend auf den Asphalt. Der Tscheche musste nach einem ersten Check im Medical Center für weitere Untersuchungen ins Krankenhaus nach Doha gebracht werden, woraufhin er das erste Qualifying des Jahres verpasste. Glücklicherweise blieb Salac unverletzt und wird alles daran setzen, für das morgige Rennen fit zu sein, wenn er von Position 28 an den Start geht.

Nachdem Jakub Kornfeil über seine 2’05.475 aus dem FP2 den Direkteinzug ins Q2 meisterte und die sechste Position im FP3 bestätigte, geriet der 25-jährige Tscheche bei seinem letzten Outing im Q2 in eine Gruppe aus acht Piloten und schaffte es folglich nicht, seine Zeit weiter zu steigern. Mit weniger als 4 verbleibenden Minuten auf der Uhr startete er einen letzten Angriff, aber er konnte sich nicht von der Gruppe lösen. Im Sekundentakt wechselten die Namen der Pole-Anwärter, was nur einmal mehr verdeutlicht, wie eng der Kampf an der Spitze des Moto3 Feldes ist. Das neue Qualifying-Format stellt eine neue Herausforderung für die Piloten dar, da nun nur je 15 Minuten pro Q1 und Q2 zur Verfügung stehen. Umso wichtiger ist ein gutes Zeitmanagement.
Jakub Kornfeil ist der einzige Fahrer im Moto3 Grid, der alle bisherigen 124 Moto3-Rennen angetreten ist, die seit der Einführung im Jahr 2012 stattgefunden haben. Sein 125. Moto3 Rennen wird der Routinier morgen von Position 14 aus starten. Dabei wird er das klare Ziel verfolgen, von Anfang an zur Spitzengruppe aufzuschließen und mitzuhalten. Kornfeil ist vom Potential seiner KTM überzeugt und weiß, dass unglückliche Umstände der Grund für seinen Startplatz außerhalb der Top 10 sind.

Das lange Warten hat ein Ende, wenn morgen um 15:00 Uhr (MEZ) das Eröffnungsrennen der Moto3 gestartet wird. Jakub Kornfeil gilt trotz der Startposition im Mittelfeld als klarer Top 10 Kandidat. Wird der Youngster, Filip Salac den heftigen Abflug ausblenden können? Die Antworten gibt es nach dem 18-Runden Rennen am morgigen Sonntag.

Jakub Kornfeil
Rider #84

Der Wind spielte heute wieder eine große Rolle und so entschieden wir uns, heute viel zu versuchen, mit Reifen, Getriebe und es hat sich auch fast gelohnt. Ich bin ein bisschen unglücklich, weil ich in meiner ersten Runde wie die Hölle gepusht habe. Ich habe gerade Gas gegeben und mich sofort in die Top 6 gebracht. Ich kam zurück in die Box und hatte danach nur noch eine Chance. Leider verhedderte ich mich in meiner ersten fliegenden Runde in einer Gruppe und zusätzlich verlor mein Reifen an Druck. Ich weiß noch nicht, was los war. Ich habe immer weiter gepusht, obwohl ich nicht wusste, ob etwas nicht stimmt. Ich hatte Bedenken, dass mein Reifen jeden Moment explodiert. Es war ein komisches Gefühl und ich hatte viel Bewegung im Hinterrad. Ich bin sicher, dass meine Rundenzeiten bis zum letzten Sektor, in dem Rodrigo auf unsere Gruppe wartete, noch gut waren. Dies kostete mich wertvolle Zeit und definitiv eine Top-10-Position. Es tut mir leid für das Team, aber das Gefühl des Bikes selbst ist gut und wir sind stark und klug, also bin ich positiv gestimmt für morgen. Ich bin überzeugt, dass wir immer noch in die Top 10 fahren können, aber wir müssen uns im ersten Teil des Rennens an die Spitze vorarbeiten. Wir haben uns noch nicht für Reifen entschieden, aber es ist wichtig, früh im Rennen an die Spitze zu kommen und mitzuhalten.

Filip SALAC
Rider #12

Ich bin sehr traurig über den heutigen Crash im FP3. Der Sturz war mein Fehler, aber auch eine Kombination aus dem starken Wind und alten Reifen. Ich hatte einen Highsider auf den Curbs und ich fiel ziemlich hart auf das Motorrad und den Boden. Ich musste ins Krankenhaus, weil mein Oberkörper und die ganze rechte Seite stark schmerzten. Ich musste das Qualifying auslassen, daher bin ich wirklich unglücklich, weil ich denke, dass wir ein gutes Ergebniss hätten erzielen können. Das Gute ist, dass ich morgen anfangen kann und ich werde mein Bestes geben und ich hoffe, dass die Schmerzmittel mir helfen werden, aber wir werden nach dem Aufwärmen sehen, wie ich mich fühle.