Kornfeil: „Die 2019er KTM hat viel Potential.“

Kornfeil: „Die 2019er KTM hat viel Potential.“

Direkt nach der offiziellen Team-Präsentation am vergangenen Freitag, machte sich die Mannschaft des Redox PrüstelGP Teams auf den Weg in das spanische Valencia, um an einem zweitägigen privaten Test teilzunehmen.

Die Bedingungen auf dem 4-Kilometer langen Ricardo Tormo Circuit in Cheste waren nahezu ideal. Bei Sonnenschein drehten die beiden tschechischen Fahrer die ersten Runden auf ihrer nagelneuen KTM Moto3 Maschine.

Neuzugang Filip Salač kam überraschend gut zurecht und überzeugte bereits am ersten Tag durch seine fokussierte Arbeitsweise. Zusammen mit seinem neuen Crew-Chief, Stefan Kirsch, konzentrierte man sich auf Salač’s Seite auf die Einstellung der Sitzposition. Am zweiten Testtag wurde bereits intensiv an der Abstimmung des Vorderrads gearbeitet und zügig eine Lösung gefunden, mit der sich der 17-jährige wohler auf seiner Maschine fühlt. Das Hinterrad bereitete dem Youngster durch mangelnden Grip zunächst Schwierigkeiten, doch das Team arbeitete eifrig an einer Verbesserung. Nach den ersten beiden Testtagen freut sich der ehemalige Red Bull Rookies Cup Pilot bereits auf den anstehenden Test in Jerez und gibt sich sehr zuversichtlich, dass man mit der KTM viel erreichen kann.

Jakub Kornfeil hingegen weiß, worauf es beim ersten Test des Jahres ankommt – auf präzise Arbeit und kleine Fortschritte. Der 25-jährige punktet durch seine Erfahrung und arbeitet gezielt darauf hin, sich absolut wohl auf seiner Moto3 Maschine zu fühlen. Im Vergleich zum ersten Tag gab es auch bei den Rundenzeiten schon eine deutliche Verbesserung, jedoch schätzt der Tscheche das bisher genutzte Potential der KTM auf 70% und weiß, da geht mehr. Kornfeil ist froh, dass es im Anschluss direkt zum nächsten Test geht, denn viel Zeit ist nicht mehr, bis am 10. März in Katar um die ersten WM-Punkte gekämpft wird.

Viel Arbeit liegt noch vor dem hochmotivierten Team vom Sachsenring, welche sie vom 11.-12. Februar in Jerez de la Frontera fortsetzen.

Jakub Kornfeil
Rider #84

Heute war es kälter als gestern, obwohl es sonnig war. Von 12 bis 15 Uhr hatten wir an beiden Tagen wirklich gute Bedingungen. Gestern haben wir so viele Dinge ausprobiert, aber wir haben uns hauptsächlich darauf konzentriert, die bequemste Position auf dem Motorrad zu finden. Nachdem wir meine Position gefunden haben, lag der Fokus auf der Steigerung der Rundenzeiten. Wir haben uns seit gestern um eine halbe Sekunde verbessert, aber wir sind immer noch nicht dort, wo wir sein müssen. Das Motorrad hat noch viel mehr Potenzial und das gilt es herauszuholen. Ich fühle mich auf dem Bike noch nicht hundertprozentig wohl, vor allem im Kurvenausgang, aber auch beim Einfahren in die Kurven brauche ich deutliche Verbesserungen. Aktuell nutzen wir vielleicht 70% des Potenzials der KTM. Ich denke zwar, dass das KTM-Motorrad 2019 gut ist, aber wir haben noch einiges zu tun. Ich freue mich sehr auf den Jerez-Test, da ich diese Strecke sehr mag.

Filip SALAC
Rider #12

Wir haben die ersten zwei Testtage mit meinem neuen KTM-Bike beendet. Es hat bisher gut funktioniert und ich bin sehr zufrieden mit dem Motorrad. Natürlich ist es ganz anders, als meine Maschine vom letzten Jahr. Ich mag den vorderen Teil sehr und habe ein gutes Gefühl. Wir haben viel am hinteren Teil des Motorrads gearbeitet, weil wir Probleme mit dem Grip hatten. Es war sehr rutschig, aber am Ende ging es dann in die richtige Richtung und es funktionierte schon deutlich besser. Das Vorderrad war anfangs auch etwas schwierig, aber wir haben das schnell behoben. Mein Team macht einen tollen Job und ich bin sehr zufrieden mit meinem neuen Crew-Chief Stefan. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir gut sein können, wenn wir so weiterarbeiten. Ich bin froh, direkt für zwei weitere Testtage nach Jerez zu fahren. Ich kann es kaum erwarten, wieder auf mein Motorrad zu steigen.