Kornfeil: „Ich verliere vier Zehntel allein im ersten Sektor.“

Kornfeil: „Ich verliere vier Zehntel allein im ersten Sektor.“

Trotz höchster Ambitionen muss sich das Redox PrüstelGP Team erneut der harten Realität stellen, dass wenige Zehntel über Top oder Flop entscheiden. In der wohl am engsten umkämpften Weltmeisterschaft zählt nunmal jedes Tausendstel.

An einem kühlen Freitagmorgen demonstrierte Filip Salac auf dem ihm bekannten Circuit Ricardo Tormo in Valencia, dass er richtig schnell sein kann. Nur 0.158 Sek. trennten den 17-jährigen Tschechen vom morgendlichen Pacesetter Marcos Ramirez auf P2. Am Nachmittag rückte das Feld deutlich näher zusammen, was den etwas wärmeren Temperaturen (15°C) geschuldet war. Obgleich der Rückstand im FP2 auf 0.697 Sekunden anstieg, gab der Rookie eine gute Empfehlung für das restliche Wochenende ab. Position 17 ist nicht außer Reichweite der direkten Q2 Plätze, daher geht es für ihn im FP3 noch einmal um alles.

Seit einigen Wochen ist bei dem routinierten Tschechen Jakub Kornfeil der Wurm drin. Laut den Aussagen des 26-Jährigen ist das Gefühl mit der Moto3 KTM durchaus gut, die Zeiten liegen nicht weit von der Top10 entfernt und doch fehlt am Ende zu viel, um ein zufriedenstellendes Ergebnis einzufahren. Wie auch beim Teamkollegen ist sein Rückstand von 0.868 Sek. zu Jaume Masia an der Spitze keine unlösbare Aufgabe, aber die Konkurrenz schläft bekanntlich nicht.

Bei ähnlichen Wetterbedingungen bleibt abzuwarten, was die beiden Piloten des vom Sachsenring stammenden Rennstalls noch erreichen können. Reicht die Pace um sich im Q1 einen der heißbegehrten Q2 Plätze zu sichern? Die Zeit wird es zeigen. Los geht es am Samstag mit dem FP3 um 09:00 Uhr bevor ab 12:35 Uhr die Startaufstellung für das letzte Rennen der Saison entschieden wird.

Top 10 kombiniert:

1. Jaume Masià – (Mugen Race) – 1:39.612
2. Sergio García Dols – (Estrella Galicia 0,0) – +0.069
3. Marcos Ramírez – (Leopard Racing) – +0.155
4. Xavier Artigas – (Leopard Impala Junior Team) – +0.244
5. Lorenzo Dalla Porta – (Leopard Racing) – +0.263
6. Romano Fenati – (VNE Snipers) – +0.283
7. Andrea Migno – (Mugen Race) – +0.346
8. Niccolò Antonelli – (SIC58 Squadra Corse) – +0.370
9. John McPhee – (Petronas Sprinta Racing) – +0.441
10. Tony Arbolino – (VNE Snipers) – +0.472
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17. Filip Salac (Redox PrüstelGP) +0.697
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24. Jakub Kornfeil (Redox PrüstelGP) +0.868

Jakub Kornfeil
Rider #84

Natürlich sind wir nach dem ersten Tag nicht glücklich, da die Position wirklich schlecht ist, aber die Zeit selbst ist gut, deshalb freue ich mich dennoch. Meine 1’40.480 ist schneller als meine Zeit vom IRTA-Test. Leider sind wir nicht direkt im Q2, aber die Abstimmung des Bikes ist gut und wir haben morgen noch alle Möglichkeiten. Ich verliere vier Zehntel allein im ersten Sektor. Da stecken momentan meine größten Probleme. Diese Zehntel machen den Unterschied zwischen Top 10 und Top 20. Natürlich müssen wir das Problem beheben und meine Crew arbeitet hart daran, eine Lösung zu finden. Im FP2 hatte ich das Glück, dass ich nicht in den Sasaki-Crash verwickelt wurde, denn das war wirklich knapp. Neben all den Schwierigkeiten bin ich zuversichtlich für das Qualifying.

Filip SALAC
Rider #12

Heute war nicht der beste, aber auch nicht der schlechteste Tag. Am Morgen hatte ich ein sehr gutes Tempo und war mit dem Motorrad sehr zufrieden, da es ziemlich gut lief. Nachmittags, im FP2, war ich auch ziemlich schnell, aber bei meiner letzten Ausfahrt mit neuen Reifen habe ich einen Fehler gemacht. In den folgenden Runden hing ich in einer Gruppe fest, die nicht dazu beigetragen hat, das notwendige Tempo fahren zu können, um mir eine gute Position zu sichern. Ich bin mir aber sicher, dass wir uns im FP3 noch weiter verbessern und hoffentlich eine gute Startposition erreichen können.