PrüstelGP Duo führt erbitterten Kampf in der Verfolgergruppe

PrüstelGP Duo führt erbitterten Kampf in der Verfolgergruppe

Seit die MotoGP 2010 auf den Silverstone Circuit zurückkehrt ist, herrschten nie auch nur annähernd so heiße Temperaturen, wie an diesem Rennsonntag beim GoPro British Grand Prix. Ebenso hitzig verlief auch das 17-Runden-Rennen, welches für die Redox PrüstelGP Piloten auf Platz 16 und 21 endete.

Hinter dem routinierten Tschechen, Jakub Kornfeil, liegt ein verdammt schwieriges Rennwochenende. 2015 stand der routinierte Pilot in Silverstone erstmals auf dem Podium. 2019 kämpfte er mit letzter Kraft in der Verfolgergruppe um den 13. Platz. Vier Runden vor Schluss rutschte Kornfeil auf P18 zurück und versuchte anschließend, die Angriffe von Canet abzuwehren, der zuvor unverschuldet gestürzt war und nun unaufhaltsam durch das Moto3-Feld pflügte. Mit überqueren der Ziellinie sicherte sich der aus der Nähe von Brünn stammende KTM Fahrer nach einer tollen Aufholjagd vom Ende des Feldes einen soliden 16. Platz und verlässt Großbritannien bedauerlicherweise ohne WM-Punkte – erstmals seit dem AmericasGP, wo er verletzungsbedingt nicht teilnehmen konnte.

Knapp dahinter kämpfte auch der Moto3 Rookie Filip Salac um die Gunst eines Top 20 Platzes, nachdem auch sein Wochenende hinter den Erwartungen zurück blieb. Nachdem der junge Tscheche gegen Ende des Rennens aufgrund von Problemen mit der Hinterradbremse immer mehr an Zeit verlor, kam der 17-Jährige auf Platz 21 ins Ziel, 14.028 Sekunden hinter dem Rennsieger Marcos Ramirez. Die 5,9km lange Strecke schien den Hondas allerdings besonders gut zu liegen, denn die Plätze 1-7 wurden ausschließlich von Honda-Motoren besetzt.

Vom 13.-15. September 2019 geht es bereits nach Italien zum 13. Grand Prix der Saison 2019 zum Gran Premio Octo di San Marino e della Riviera di Rimini, wo Teamchef Florian Prüstel die neue Fahrerpaarung für 2020 bekannt geben wird, nachdem er sich von seinem tschechischen Duo getrennt hat.

Top 10:
1. Marcos Ramírez (Leopard Racing)
2. Tony Arbolino (VNE Snipers) +0.240
3. Lorenzo Dalla Porta (Leopard Racing) +0.374
4. Niccolò Antonelli (SIC58 Squadra Corse) +0.425
5. Tatsuki Suzuki (SIC58 Squadra Corse) +0.495
6. Ayumu Sasaki (Petronas Sprinta Racing) +0.816
7. John McPhee (Petronas Sprinta Racing) +1.045
8. Dennis Foggia (Sky Racing Team VR46) +1.210
9. Celestino Vietti (Sky Racing Team VR46) +1.235
10. Ai Ogura (Honda Team Asia) +1.300
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16. Jakub Kornfeil (Redox PrüstelGP) + 2.988
.
21. Filip Salac (Redox PrüstelGP) + 2.002

Jakub Kornfeil
Rider #84

Heute bin ich wirklich unzufrieden mit meinem Ergebnis, weil wir außerhalb der Punkte gelandet sind und das ist nicht gut. Am Freitagmorgen sind wir gut gestartet, aber dann hat unser Motorrad irgendwie nicht mehr so gut funktioniert. Wir kämpften mit mangelndem Grip vorne und hinten. Wenn man vorn Grip hat, kann man auf der Bremse pushen und wenn man Hinterradgrip hat, kann man voll beschleunigen, aber wenn beides fehlt, hat man ein Problem. Wir hatten dieses Problem das ganze Wochenende. Für Misano kehren wir zu unserem Standard Set-Up zurück. Insgesamt bin ich mit meinem Start zufrieden und habe in den ersten Runden viel Druck gemacht und gleich ein paar Positionen gutgemacht. Leider habe ich es nicht in die Punkte geschafft, was das Schlimmste für mich ist. Das macht mich wirklich unglücklich. Ich entschuldige mich bei meinem Team und meinen Sponsoren, nachdem wir in den letzten Rennen immer in den Top 10 waren. Wir werden in zwei Wochen stärker zurückkommen.

Filip SALAC
Rider #12

Ich hatte einen guten Start und ich denke, es war in der fünften Kurve, als ein Fahrer versuchte, mich zu überholen. Stattdessen krachte er direkt in mich hinein, was mich zwang, gerade durch die Schikane zu fahren. Ich nahm das Gas weg, um eine Strafe zu vermeiden. Ich bin einfach unzufrieden, weil ich dadurch wieder viele Positionen verloren habe und am Ende des Feldes landete. Schließlich holte ich die zweite Gruppe wieder ein, die um den 13. Platz kämpfte, aber am Ende belegte ich nur den 21. Platz. Ich habe versucht mein Bestes zu geben, aber in den letzten sieben Runden hat meine Hinterradbremse nicht gut funktioniert, wodurch ich nicht sicher überholen konnte. Wieder ein sehr unglückliches Rennen für uns alle, was mir sehr leid tut. Wir müssen dieses Wochenende vergessen, da wir an allen drei Tagen Probleme hatten. Hoffentlich sind wir in Misano stärker.

Florian Prüstel
Managing Director

Es war ein wirklich schwieriges Wochenende für uns. Für Filip war die Strecke komplett neu und auch emotional war es für ihn nach der Bekanntgabe seines Wechsels in das VNE Snipers Team für 2020 nicht leicht zu verarbeiten. Für mich als Teamchef war das auch nicht leicht. Leider haben sich unsere Probleme dann durch das gesamte Wochenende gezogen – wir hatten wenig Grip am Vorderrad, das Setting hat nicht gepasst und so war gestern nach dem Q1 für beide Fahrer Schluss. Im Rennen haben wir einige Plätze gut gemacht, besonders mit Jakub waren wir zeitweise bis auf P13 vorgekommen. Die Führungsgruppe war gegen Mitte des Rennens außer Reichweite, sodass das Ziel war, das Maximum in der Verfolgergruppe zu erreichen. Am Ende reichte es zu P16 und P21. Wir fokussieren uns jetzt auf Misano – eine Strecke, die auch Filip wieder kennt und letztes Jahr im Red Bull Rookies Cup als Zweiter abschloss. Jakub mag die Strecke auch, somit werden wir dort wieder unser Bestes geben. Vielen Dank für den unermüdlichen Einsatz vom Team. In Misano werden wir vermutlich bestätigen, mit welchen Fahrern wir 2020 an den Start gehen. Das wird auch wieder etwas mehr Ruhe ins Team bringen. Was wir zu diesem Zeitpunkt aber schon bekanntgeben können, ist, dass wir uns von beiden tschechischen Fahrern getrennt haben und zwei neue Fahrer verpflichten werden. Wir werden wieder auf einen erfahrenen Fahrer und einen Rookie setzen. Wir wünschen Filip für die kommende Saison alles Gute. Die Honda ist ein sehr konkurrenzfähiges Motorrad und auch sein zukünftiger Teamkollege ist extrem stark. Wir als gesamtes Team wünschen ihm und auch Jakub maximale Erfolge für nächste Saison. Für die anstehenden Rennen werden wir nichts desto trotz mit vollem Fokus weiter an der Erreichung unserer Ziele arbeiten, um einen guten Abschluss für diese Saison zu finden.