PrüstelGP Duo punktet in hitzigem Moto3 Thriller

PrüstelGP Duo punktet in hitzigem Moto3 Thriller

Eine überaus starke Aufholjagd der beiden Redox PrüstelGP Piloten bringt ein ereignisreiches 15. Grand Prix Wochenende in Thailand zu einem versöhnlichen Abschluss, nachdem die Strafversetzungen vom Freitag die Hoffnungen zunächst etwas trübten.

Jakub Kornfeil führte bereits nach zwei Runden das Verfolgerfeld an und schloss wenige Kurven später mit der Führungsgruppe auf, die zu dem Zeitpunkt von Marcos Ramirez angeführt wurde. Seine 1’43.359 war nicht nur seine persönliche Bestzeit, sondern auch die viertschnellste des Rennens sowie die beste KTM-Zeit am Sonntag. Nach einem heftigen Crash an der Spitze, in dem vier Fahrer involviert waren, fand sich der 26-Jährige auf dem zehnten Platz wieder. Fortan lag der älteste Moto3 Pilot in der 11-köpfigen Führungsgruppe in guter Schlagdistanz. Nach weiteren Stürzen überquerte der Tscheche die Ziellinie auf einem hervorragendem achten Platz, doch eine 3-Sekunden-Strafe schob ihn auf den zwölften Platz zurück.

Nachdem sich Filip Salac seiner Grid-Strafe stellte und vom 26. Startplatz aus gut wegkam, fuhr er ein recht unauffälliges Rennen. Von den zahlreichen Stürzen profitierend lag der 17-Jährige zwei Runden vor Schluss bereits auf der vierzehnten Position. Doch dann katapultierte ihn der Crash von Migno und Ogura auf den zwölften Rang vor. Durch die auferlegte Strafe seines Teamkollegen stand dann doch noch der elfte Rang zu buche. Auch wenn das Ergebnis aus eigener Kraft nicht zu erreichen gewesen wäre, ist dies eines der besten Rennergebnisse seiner Rookie-Saison.

Weiter geht es in zwei Wochen, vom 18. – 20. Oktober 2019, auf dem Twin Ring Motegi in Japan – ein Grand Prix, an das der sächsische Rennstall gute Erinnerungen hegt, nachdem Marco Bezzecchi 2018 siegreich war und auch Jakub Kornfeil ein starkes Rennen auf P10 beendet hat.

Top 10:
1. Albert Arenas (Gaviota Angel Nieto Team)
2. Lorenzo Dalla Porta (Leopard Racing) + 0.231
3. Alonso Lopez (Estrella Galicia 0,0) + 0.332
4. Marcos Ramirez (Leopard Racing) + 0.459
5. Dennis Foggia (SKY Racing Team VR46) + 0.666
6. Celestino Vietti (SKY Racing Team VR46) + 1.166
7. Kaito Toba (Honda Team Asia) + 1.228
8. Stefano Nepa (Reale Avintia Arizona 77) + 6.971
9. Raul Fernandez (Gaviota Angel Nieto Team) + 0.095
10. Tony Arbolino (VNE Snipers) + 9.145
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11. Filip Salac (Redox PrüstelGP) +9.629
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12. Jakub Kornfeil (Redox PrüstelGP) +9.559

Jakub Kornfeil
Rider #84

Ich hatte einen sehr guten Start und konnte sofort kämpfen, obwohl ich wusste, dass unser Motorrad nicht sehr schnell war, da wir mit der Temperatur zu kämpfen hatten. Im Rennen hat es sich bis auf 90°C aufgeheizt und das, obwohl wir schon ohne Kotflügel gefahren sind, um so die Temperatur besser kontrollieren zu können. Mir fehlte viel Motorleistung, also versuchte ich alles auf der Bremse zu regeln, was meinen Reifen nicht sonderlich half. Trotz dieser Probleme hatte ich ein gutes Tempo und fuhr solide und konstante Rundenzeiten, um mich erst an und dann durch die Spitzengruppe zu arbeiten. Daher kann ich wirklich nichts schlechtes über das Setup, die Federung oder die Balance sagen, weil das wirklich gut funktioniert hat. In den letzten Runden verlor ich den Kontakt zu der Gruppe vor mir, weil ich mit einem anderen Fahrer kämpfte, aber ich konnte das wieder wettmachen und freute mich über meinen Fortschritt in diesem Rennen. Als ich zurück in die Box kam, erhielt ich die Strafe, was niederschmetternd war. Wenn man im Rennen eine Long-Lap-Strafe erhält, kann man zumindest versuchen, sich zurückzukämpfen, aber nach dem Rennen gibt es nichts mehr, was man tun kann. Aus meiner Sicht bin ich ein gutes Rennen gefahren, zumal das Motorrad nicht wirklich konkurrenzfähig war. Vielen Dank an meine Crew. Unsere nächste Chance folgt in Japan, obwohl die Geraden dort möglicherweise unser größtes Problem sind, aber wir werden sehen.

Filip SALAC
Rider #12

Im Warm-Up war ich mit dem Set-Up nicht zufrieden, da wir den falschen Reifendruck hatten, sodass wir in dieser kurzen Session nicht mehr viel testen konnten. Im Rennen lief es nicht schlecht, aber genau wie bei Jakub fehlt mir die Motorleistung. In den Kurven können wir machen, was wir wollen, aber auf den Geraden spielen alle nur mit uns. Mein Start war gut und ich war bereits nach einer Runde auf der 21. Position, aber es war ein schwieriges Rennen. Ich habe andere überholt, aber sie haben ihre Position auf den Geraden wiedererlangt. Ich habe dann allmählich den Kontakt zur Spitzengruppe verloren, aber ich habe während des gesamten Rennens immer noch sehr hart gearbeitet und gepusht. Der elfte Platz ist nicht allzu schäbig, aber das ist natürlich nicht das, was und wie ich ein Rennen beenden möchte. Ich hoffe, wir können unser Problem für Japan beheben. Ich werde mich so gut wie möglich auf die nächsten Runden vorbereiten und hoffe, dass wir dort bessere Ergebnisse erzielen können. Vielen Dank an mein Team und alle meine Unterstützer.