PrüstelGP: Ratlosigkeit und erneutes Pech ruinieren Qualifyingtag

PrüstelGP: Ratlosigkeit und erneutes Pech ruinieren Qualifyingtag

An diesem kühleren zweiten Tag auf dem Sepang International Circuit erlebte das Redox PrüstelGP Team ihr wohlmöglich schlechtestes Qualifying der laufenden Saison und das obwohl Filip Salac anfangs wieder stark dabei war.

Keine zehn Minuten nach dem Startschuss in das trockene FP3, sah sich Filip Salac erneut im Kies. Eine Berührung mit Romano Fenati führte zum Sturz, wobei die Moto3 KTM an vielen Stellen schwer zerstört wurde. Die Crew um den 17-Jährigen hatte fortan viel Arbeit vor sich. Unter diesem Zeitdruck haben alle einen spitzen Job geleistet, immerhin konnte der Rookie am Ende der 40-minütigen Session noch für einen letzten Angriff auf die Strecke fahren. Das war eine extrem enge Angelegenheit, aber leider machte sich die fehlende Trainingszeit bemerkbar, sodass der Youngster es nicht schaffte, in dem riesigen Fahrer-Pulk eine vernünftige Zeit zu fahren. P26 bedeutet, dass im Rennen wieder einmal eine Aufholjagd auf dem Programm steht.

Erst eine Minute vor Ende des Q1 wurden in Kurve vier die Regenfahnen gehisst – zu spät für Jakub Kornfeil, der, so scheint es, als Einziger auf den einsetzenden Regen gehofft hat. Schon am Freitag haderte der 26-Jährige Tscheche mit Gripproblemen. Er und seine Crew konnten diese offensichtlich noch nicht lösen, denn es herrscht weiter Ratlosigkeit wieso die KTM des Routiniers auf den Geraden und besonders in den Beschleunigungsphasen so viel Zeit verliert, dass am Ende des FP3 eine Lücke von 2.248 Sekunden zu Tatsuki Suzuki an der Spitze klafft. Kornfeil gibt die Hoffnung nicht auf, dass sich die Dinge noch positiv entwickeln für sein vorletztes Rennen bei dem sächsischen Moto3 Rennstall.

Am morgigen Sonntag wird bereits das 18. Saisonrennen gestartet. Die bis dahin 17 absolvierten Grand Prix sind wie im Flug vergangen, besonders zuletzt die Übersee-Tour nagte gehörig an der Energie der Fahrer und Teams. Doch bevor sich alle auf eine Woche Pause vor dem Finale in Valencia freuen dürfen, gehen am Sonntag um 05:00 Uhr (MEZ) noch einmal die Lichter für die Moto3 Hitzeschlacht von Malaysia aus.

Top 10:
1. Marcos Ramirez (Leopard Racing) – 2:11.758
2. Tatsuki Suzuki (SIC58 Squadra Corse) + 0.127
3. John McPhee (Petronas Sprinta Racing) + 0.232
4. Albert Arenas (Gaviota Angel Nieto Team) + 0.414
5. Celestino Vietti (SKY Racing Team VR46) + 0.556
6. Darryn Binder (CIP Green Power) + 0.574
7. Lorenzo Dalla Porta (Leopard Racing) + 0.585
8. Ayumu Sasaki (Petronas Sprinta Racing) + 0.611
9. Gabriel Rodrigo (Kömmerling Gresini Moto3) + 0.627
10. Alonso Lopez (Estrella Galicia 0,0) + 0.638
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26. Filip Salac (Redox PrüstelGP) 2:13.778
( Q1)
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27. Jakub Kornfeil (Redox PrüstelGP) 2:14.220
(Q1)

Jakub Kornfeil
Rider #84

Das heutige Qualifying verlief wirklich schlecht, ich weiß nicht warum, wenn ich ehrlich sein soll. Wir verlieren so viel Zeit und es tut mir für alle sehr leid. Wir arbeiten intensiv mit meinem Crew-Chief zusammen, um herauszufinden, welche Probleme für diese Ergebnisse verantwortlich sind, aber ich bin der Meinung, dass wir zu langsam sind und das Schlimmste ist, dass wir nicht verstehen, was los ist. Wie auch immer, das Motorrad wird besser und ich habe das Gefühl, dass ich mit dem Rest der Gruppe mithalten kann. Im Moment verliere ich zu viel Zeit bei der Beschleunigung. Die Kurvengeschwindigkeit ist gar nicht so schlecht. Das Motorrad hat sich im Vergleich zu gestern stark verbessert, aber wir lassen immer noch zu viel liegen. Ich gebe mein Bestes, aber leider haben wir an diesem Wochenende sehr zu kämpfen. Ich hoffe, dass ich morgen im Rennen mindestens eine Sekunde schneller sein und mich an die Gruppe hängen kann. Ich versuche optimistisch zu sein. Natürlich bin ich mit der Position nicht zufrieden. Es war bis jetzt ein wirklich hartes Wochenende.

Filip SALAC
Rider #12

Es war ein sehr schwieriger Tag für uns. Während des FP3 fuhr ich eine sehr gute Zeit, aber dann berührte mich Fenati und ich stürzte, wodurch ich zu viel Zeit verlor. Meine Mechaniker haben einen tollen Job gemacht und ich konnte am Ende sogar nochmal rausgehen und eine weitere schnelle Runde fahren. Aber während ich versuchte, eine schnelle Runde zu fahren, um doch noch direkt in das Q2 zu gelangen, saß ich in einer Gruppe mit vielen langsameren Fahrern fest. Außerdem hatte ich noch andere Probleme mit den Bremsen. Wie auch immer, ich war froh, dass es mir gut ging und ich Dank der harten Arbeit meines Teams überhaupt noch eine Chance bekam. Im ersten Qualifying fuhr ich eine sehr gute erste Runde, aber das blieb meine beste Rundenzeit. Ich hatte nicht wirklich viel Gefühl. Dann hatte ich Probleme mit der Vorderradbremse. Es wurde immer weicher, was mir nicht erlaubte, andere Fahrer zu überholen. Es war ein sehr schwieriges Qualifying und ich bin überhaupt nicht glücklich über dieses Ergebnis. Ich werde morgen mein Bestes geben, um im Rennen dennoch ein gutes Ergebnis zu erzielen.