Q1 Chaos endet für Kornfeil und Salac enttäuschend

Q1 Chaos endet für Kornfeil und Salac enttäuschend

Idyllisch zeichnet sich die Bergkulisse im Hintergrund des Autodromo Internazionale del Mugello ab, doch umso chaotischer geht es auf dem 5,2km langen Rundkurs zu. Die Moto3 Kategorie verblüfft seine Zuschauer immer öfter, denn mit Einführung der neuen Q1 und Q2 Qualifying-Regelung, ist das Thema Strategie zu einem wahren Pokerspiel geworden. Man muss alles auf eine Karte setzen, leider gingen die beiden Redox PrüstelGP Piloten mit P20 für Kornfeil und P29 für Salac, als geschlagene vom Platz.

Laut den Aussagen des 26-Jährigen Tschechen, Jakub Kornfeil, konnten die Probleme vom Freitagstraining weitestgehend behoben werden, aber in keiner anderen Session ist es essentieller, die Strategie perfekt umzusetzen, als im Qualifying. Im FP3 konnte der Moto3 Routinier zwar relativ schnelle Rundenzeiten fahren, doch am Ende fehlte es ihm am perfekten Slipstream, um eine bessere Platzierung herauszuholen. Im Q1 setzte Kornfeil alles daran, es ins Q2 zu schaffen, doch auch da ging sein Plan nicht ganz auf. In dem heillosen Durcheinander gelang es weder ihm, noch seinem Teamkollegen sich durchzusetzen. Am Ende stand P20 zu buche – keine optimale, aber auch keine aussichtslose Startposition.

Für den diesjährigen Neuzugang in dem sächsischen Rennstall, Filip Salac, sieht es leider weniger rosig aus, denn ein 29. Startplatz liegt weit hinter dem zurück, was sich der 17-Jährige von diesem Wochenende versprochen hat. Etwas positives konnte der junge Tscheche aber dennoch berichten, denn nachdem das Set-up seiner Moto3 KTM am gestrigen Freitag gar nicht funktionierte, fühlte er sich heute schon deutlich besser auf seiner Maschine. Aber auch ihm machte seine zuvor zurecht gelegte Strategie einen Strich durch die Rechnung. Innerhalb der Gruppe befanden sich einfach zu viele Piloten, die einem den Vorteil wieder streitig machten.

Für den Rennsonntag kann man sich aber schon jetzt auf einen absoluten Thriller einstellen. Auch wenn die Startpositionen alles andere als optimal für das Redox PrüstelGP Duo sind, hat sowohl Kornfeil, als auch Salac in Le Mans bereits bewiesen, dass sie eine ordentliche Aufholjagd starten können und die Strecke in Mugello gibt Ihnen alle Möglichkeiten dazu. Rennstart des sechsten Laufs der Moto3 Weltmeisterschaft ist am Sonntag um 11:00 Uhr Ortszeit.

Top 10 (Q2):
1. Tony Arbolino (VNE Snipers) – 1:56.407
2. Gabriel Rodrigo (Kömmerling Gresini Moto3) + 0.673
3. Lorenzo Dalla Porta (Leopard Racing) + 0.869
4. Andrea Migno (Bester Capital Dubai) + 1.031
5. Tatsuki Suzuki (SIC58 Squadra Corse) + 1.046
6. Niccolo Antonelli (SIC58 Squadra Corse) + 1.048
7. Romano Fenati (VNE Snipers) + 1.118
8. Kaito Toba (Honda Team Asia) + 1.126
9. Marcos Ramirez (Leopard Racing) + 1.144
10. Aron Canet (Sterilgarda Max Racing Team) + 1.168
.
20. Jakub Kornfeil (Redox PrüstelGP) +1.875
.
29. Filip Salac (Redox PrüstelGP) +2.105

Jakub Kornfeil
Rider #84

Auch hier habe ich es nicht geschafft, in das Q2 zu fahren und darüber bin ich sehr unglücklich, denn im
FP3 funktionierte das Motorrad hervorragend. Wir hatten einen klugen Reifenplan, aber die Strategie hat nicht funktioniert. Zweimal stand ich alleine da und bei einer so langen Geraden brauchen wir den Windschatten. Das Gute ist, dass wir es geschafft haben, unser Set-up zu verbessern, was auch in beiden Sessions gut funktioniert hat. Heute Morgen war ich am Ende dann noch in einer Gruppe, aber es hat nicht gereicht. Die Zeiten waren gut, aber die Position eben nicht. Ich verlor nur eine Sekunde an den Führenden. Im Qualifying dachten wir, alles wird gut und wir können wie am Morgen 1:57er Zeiten fahren, aber das war sehr schwierig. Es war wieder einmal ein großes Chaos, also beschlossen wir, wie andere auch, von der Pitlane aus zu starten, um die Gruppe besser zu kontrollieren…und warteten und warteten. Am Ende hatte ich eine gute Runde, war aber zu nahe an der Gruppe dran und blieb dann irgendwie stecken. Insgesamt ist das Motorrad gut, aber wir werden noch an einigen Verbesserungen für das Rennen arbeiten. Ich freue mich auf das Rennen, aber wie immer hier in Mugello ist es ein Glücksspiel. Wir erwarten einen langen Zug von Fahrern, also mal sehen, was wir machen können. Es ist jedenfalls wichitg, niemals aufzugeben. Wenn das Motorrad gut funktioniert, kann ich auf jeden Fall aufholen und mein gesetztes Ziel ist es, in die Top 5 zu kommen. Alles ist möglich, aber es kommt auf viele kleine Details an. Ich möchte meinem Team für die großartige Arbeit heute danken.

Filip SALAC
Rider #12

Das dritte Freie Training lief heute Morgen sehr gut, das Bike lief auch deutlich besser, was zeigt, dass wir seit gestern einen großen Schritt gemacht haben. Ich belegte den 18. Platz, was nahe am Q2 liegt, aber im eigentlichen Qualifying war unsere Strategie nicht gut. Ich habe zu lange gewartet und als ich versuchte zu pushen, hat ein anderer Fahrer meine Runde wieder ruiniert. Am Ende wurde ich 29., was mich sehr unzufrieden stimmt. Ich glaube dies ist eines meiner schlechtesten Qualifyings aller Zeiten. Morgen muss ich einen guten Start hinlegen. Mal sehen, was wir im Rennen dann noch ausrichten können. Es wird jedenfalls ein langes, heißes und zähes Rennen, aber ich werde mein Bestes geben.