SachsenringGP: Das Hoffen auf zwei Top 10 Plätze

SachsenringGP: Das Hoffen auf zwei Top 10 Plätze

Abertausende Fans pilgerten für den Qualifyingtag beim HJC Helmets Motorrad Grand Prix Deutschland bereits an den 3,7km langen Sachsenring. Bei sonnigen Bedingungen brachten sich die Redox PrüstelGP Piloten mit P6 für Jakub Kornfeil und P13 für Filip Salac in eine gute Ausgangsposition für das 27-Runden Rennen am Sonntag.

Nachdem Jakub Kornfeil am Freitag die Zeitenlisten ganz gut im Griff hatte, startete der 26-Jährige nicht so stark in den zweiten Trainingstag. P19 nach dem FP3 bedeutete, dass der Tscheche seinen zuvor relativ sicheren Q2 Platz aufgeben musste. Im Q1 ging es dann ziemlich heiß her, aber der erfahrene Moto3 Pilot setzte sich glücklicherweise durch. Im Q2 blieb ihm allerdings kein neuer Satz Reifen, sodass er keine optimale Chance für die eine schnelle fliegende Runde hatte. Nichts desto trotz erreichte Kornfeil einen soliden sechsten Platz für die morgige Startaufstellung. Weniger als eine halbe Sekunden trennten ihn von der Pole Position.

Dem 17-Jährigen Filip Salac stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben, als er nach dem heißen Q2 zu seiner Crew zurückkehrte. Der 13. Startplatz ist durchaus ein super Ergebnis für den Youngster, der an diesem Wochenende erstmals den direkten Q2 Einzug gemeistert hat, nachdem er im FP3 wie Phönix aus der Asche auf P3 schoss. Sein bisher bestes Trainingsergebnis seit er seine Rookie-Saison bei dem sächsischen Rennstall begonnen hat. Auch wenn die Enttäuschung nachzuvollziehen ist, muss man beachten, dass seine FP3 Zeit von 1’26.114 noch immer 0,021 Sekunden schneller war, als die Pole-Zeit von Ayumu Sasaki im Q2. Seine Pace ist gut und zuletzt lieferte der junge Tscheche auch in den Rennen starke Leistungen ab. Wird er sein P14 Ergebnis aus Assen toppen können?

Für den Rennsonntag ist in jedem Fall mit leichtem Regen zu rechnen. Würfelt das vorhergesagte Wetter das Feld noch einmal komplett durcheinander nachdem zwei Tage lang perfekte Bedingungen herrschten? Für den Start des neunten Moto3 Rennens der Saison 2019, welches um 11:00 Uhr startet, soll es jedoch trocken sein – es bleibt also spannend am Sachsenring.

Q2 Top 10:
1. Ayumu SASAKI (Petronas Sprinta Racing) 1’26.135
2. Kaito TOBA (Honda Team Asia) + 0.057
3. Marcos RAMIREZ (Leopard Racing) + 0.171
4. Lorenzo DALLA PORTA (Leopard Racing) + 0.325
5. Romano FENATI (VNE Snipers) + 0.357
6. Jakub KORNFEIL (Redox PruestelGP) + 0.453
7. Albert ARENAS (Sama Qatar Angel Nieto Team) + 0.551
8. Dennis FOGGIA (SKY Racing Team VR46 KTM) + 0.594
9. Gabriel RODRIGO (Kömmerling Gresini Moto3) + 0.671
10. John MCPHEE (Petronas Sprinta Racing) + 0.718
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13. Filip SALAC (Redox PruestelGP) + 0.748

Jakub Kornfeil
Rider #84

Ich bin froh, dass ich es geschafft habe, von Q1 ins Q2 zu kommen, denn das ist immer eine schwierige Aufgabe. Wir haben schon oft gesehen, dass die Rundenzeiten vom Q1 manchmal höher sind als die von Q2 später. Zum Glück haben wir es dieses Mal geschafft, obwohl wir die Situation im Q2 nicht allzu gut gemeistert haben. Ich war auf der Strecke ziemlich allein und deshalb bin ich über meine 1’26.588 zufrieden. Leider hatten wir keinen neuen Satz Reifen für das Q2, sondern nur einen neuen Hinterreifen. Deshalb haben wir gleich zu Beginn des zweiten Qualifyings diesen neuen Hinterreifen aufgezogen, denn wenn wir ihn am Anfang nicht verwendet hätten, hätte er den Vorderreifen zu viele Runden auf dem Rücken gehabt und das würde nicht funktionieren, weil es mit der Kombination des neuen Hecks die Front mehr pusht. Letztlich war es jetzt oder nie, aber unsere Strategie war nicht ganz klar, so dass ich zu spät auf die Strecke fuhr und die Runde alleine drehte, aber ich schaffte es, mit einer Gruppe aufzuschließen und mich an sie zu hängen.

Filip SALAC
Rider #12

Heute war ein guter Tag. Ich habe ihn sehr genossen. Es lief fantastisch im FP3. Ich hatte schon ein gutes Gefühl auf den alten Reifen, aber dann bin ich mit neuen Reifen eine ziemlich schnelle Runde gefahren, die mich auf den dritten Platz gebracht hat. Ich fühlte mich perfekt auf das Qualifying vorbereitet. Es war das erste Mal, dass ich es in das zweite Qualifying geschafft habe. Wir haben mit einem gebrauchten Reifen angefangen, der etwas rutschig war. Wir verließen die Boxengasse am Ende etwas zu früh, deshalb musste ich direkt für meine schnelle Runde pushen, da wir nicht warten dürfen und ich keine Strafe riskieren wollte. Ich bin diese Runde alleine gefahren und so hat es eben nur für P13 gereicht, sonst ist unsere Zeit gar nicht so schlecht. Ich werde morgen im Rennen alles geben, da ich auf ein Top-10-Ergebnis hoffe. Vielen Dank für die tolle Unterstützung an diesem Wochenende.