Salac freut sich über 3 WM-Punkte in hart umkämpften Moto3 Thriller

Salac freut sich über 3 WM-Punkte in hart umkämpften Moto3 Thriller

Eine ereignisreiche Übersee-Tour geht zu Ende. Zwischen Hoffnungsschimmer, Schreckmomenten, Verletzungen, Enttäuschung, aber auch Freude und Stolz hielten die vier Übersee Grand Prix, die innerhalb von fünf Wochen stattfanden, so einiges für das Redox PrüstelGP Team bereit. Jetzt geht’s gen Heimat, nachdem der Shell Malaysia Motorcycle Grand Prix nur wenig zufriedenstellend verlief.

Ein solider 13. Platz und drei weitere WM-Punkte bringen das 17.Saisonrennen von Filip Salac zu einem akzeptablen Abschluss. Ganz unumstritten war das für ihn rennentscheidende Manöver nicht, denn der recht rücksichtslose Angriff richtete sich gegen seinen Teamkollegen Jakub Kornfeil. Bei der Attacke wäre der 17-Jährige selbst fast zu Sturz gekommen und seinen Landsmann hat es wichtige WM-Punkte gekostet. Wichtig war aber, dass der junge Tscheche gegen Rennende die Pace für einen finalen Angriff hatte, nachdem er nur mäßig vom Start weggekommen ist und das anfängliche Gerangel ihn an das Ende des Feldes katapultierte.

Für Jakub Kornfeil, lief es am Sonntagmorgen überraschend positiv, nachdem KTM Ingenieure höchstpersönlich den Motor des 26-Jährigen inspiziert haben. Im Warm-Up fuhr der Tscheche mit einer 2’13.568 seine persönlich beste Zeit vom gesamten Wochenende. Dennoch lag auch diese Zeit noch 1,81 Sekunden hinter Marcos Ramirez’ Pole-Zeit vom Samstag. Im Rennen profitierte Kornfeil, ebenso wie sein Teamkollege Salac, von den zahlreichen Stürzen. Es ist allerdings bedauerlich, dass ihm der Rookie ein Rang innerhalb der WM-Punkte gekostet hat. P17 im Malaysia Grand Prix ist ebenso unglücklich, wie viele andere Momente und Ergebnisse der Asien- und Ozeanien-Tour des routinierten Tschechen.

In nur zwei Wochen findet bereits das große Saisonfinale im spanischen Valencia statt. Vom 15.-17. November heißt es dann ein letztes Mal „Motoran an“ in der Saison 2019.

Top 10:
1. Lorenzo Dalla Porta (Leopard Racing)
2. Sergio Garcia (Estrella Galicia 0,0) + 0.410
3. Jaume Masia (Mugen Race) + 0.803
4. Ai Ogura (Honda Team Asia) + 0.885
5. Celestino Vietti (SKY Racing Team VR46) + 0.902
6. Marcos Ramirez (Leopard Racing) + 1.095
7. John McPhee (Petronas Sprinta Racing) + 1.342
8. Aron Canet (Sterilgarda Max Racing Team) + 2.253
9. Tony Arbolino (VNE Snipers) + 3.035
10. Niccolo Antonelli (SIC58 Squadra Corse) + 7.726
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13. Filip Salac (Redox PrüstelGP) + 15.542
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17. Jakub Kornfeil (Redox PrüstelGP) + 16.497

Jakub Kornfeil
Rider #84

Dieser Morgen begann sehr gut und ich fuhr meine beste Rundenzeit des Wochenendes, was sehr positiv war. Ich möchte den KTM-Werksingenieuren dafür danken, dass sie meinen Motor untersuchten und für die Anstrengungen, die sie dafür unternommen haben. Ich habe mich beim Warm-Up auf dem Motorrad viel besser gefühlt, aber im Rennen waren wir nicht wirklich konkurrenzfähig, also wartete ich, bis die Reifen meiner Gegner nachließen, damit ich angreifen konnte. Ich habe es sogar geschafft, auf den dreizehnten Platz vorzufahren, worüber ich mich sehr freute. In der letzten Runde habe ich gegen Filip (Salac) gekämpft, aber in der Haarnadel-Kurve hat er mich extrem weit nach außen gedrückt, weshalb ich alles verloren habe. Ich bin außerhalb der Punkteränge gelandet, ohne Zeit, mich zurückzukämpfen. Natürlich bin ich darüber nicht glücklich, zumal das Manöver von Filip ein bisschen zu hart war, da er selbst fast gestürzt wäre. Außerdem hätten wir für unser Team die Plätze auf 13 und 14 einfahren können. Ich bin froh, dass wir uns nun auf zur letzten Runde der Saison machen, denn langsam wird es sehr anstrengend.

Filip SALAC
Rider #12

Heute war ein schwieriger Tag für uns, da wir im Warm-Up schon kein gutes Gefühl mit dem Bike hatten. Ich hatte Probleme mit dem vorderen Teil des Motorrads, was mich in Hinsicht auf das Rennen besorgt stimmte, da ich nicht wusste, wie es nach den ersten paar Runden laufen würde. Mein Start war schlecht. Ich war Letzter in der ersten Kurve. Ich habe hart gearbeitet und es geschafft, mich bis auf den 21. Platz vorzukämpfen, nur damit ein anderer Fahrer mich wieder wegdrängt. Ich musste in den Kies ausweichen und dann stand ich wieder am Ende des Feldes. Ich pushte mich immer wieder zurück. Aufgrund mehrerer Stürze fand ich mich in einer guten Gruppe wieder und war in der letzten Runde auf dem 13. Platz. Ich bin mit diesem Ergebnis zufrieden und möchte mich bei allen für ihren unermüdlichen Einsatz bedanken. Ich freue mich schon darauf, in Valencia zu fahren.