Top 20 Resultat für Salac, Kornfeil stürzt unverschuldet und bricht sich Schlüsselbein

Top 20 Resultat für Salac, Kornfeil stürzt unverschuldet und bricht sich Schlüsselbein

Die dicken Regenwolken vom Samstag haben sich verzogen, doch was trotz strahlendem Sonnenschein blieb, war der unheimlich starke Wind, der über den Circuit of the America blies. Für das Redox PrüstelGP Team hätte das 17 Runden lange Rennen nicht nervenaufreibender sein können.

Jakub Kornfeil ging von Position 15 aus ins Rennen, kämpfte in der Führungsgruppe um jeden Zentimeter und scheint wie vom Pech verfolgt zu sein. Es war ein hitziges Durcheinander mit vielen Positionswechseln, als mit noch acht zu fahrenden Runden Romano Fenati so unglücklich vor dem 26-jährigen Tschechen stürzte, dass dieser keine Chance hatte auszuweichen und zu Boden musste. Dabei brach sich Kornfeil sein Schlüsselbein und muss sich noch am Sonntag einer Operation unterziehen.

Rookie Filip Salac konnte das Rennen mit seinem bisher besten WM-Resultat auf Position 20 beenden, war aber dennoch nicht zufrieden mit dem Ergebnis. Der Youngster versteht nun immer besser, wie unglaublich eng das Moto3 Fahrerfeld ist und wie essentiell es dabei ist, sich im Qualifying in den Top15 zu platzieren. Laut Salac hat man andernfalls keine reelle Chance zum Mittelfeld oder der Führungsgruppe aufzuschließen und WM-Punkte zu kassieren. Die nächste Strecke ist jedoch keine Unbekannte für den ehemaligen Red Bull Rookies Cup Piloten. Es wird also interessant zu sehen, was der 17-Jähirge auf dem ihm bekannten Circuito de Jerez ausrichten kann.

Viel Zeit zum durchatmen bleibt dem Redox PrüstelGP Team nicht, bevor es für das vierte Rennen zum Europaauftakt nach in das spanische Jerez de la Frontera geht. Ob Jakub Kornfeil bis dahin wieder fit ist, wird sich zeigen.

Moto3™ Top 10:
1. Aron Canet (Sterilgarda Max Racing Team)
2. Jaume Masia (Bester Capital Dubai) + 0.909
3. Andrea Migno (Bester Capital Dubai) + 1.077
4. Gabriel Rodrigo (Kömmerling Gresini Moto3) + 1.104
5. Niccolo Antonelli (SIC58 Squadra Corse) + 1.187
6. Tony Arbolino (VNE Snipers) + 1.322
7. Raul Fernandez (Sama Qatar Angel Nieto Team) + 1.418
8. Alonso Lopez (Estrella Galicia 0,0) + 1.596
9. Celestino Vietti (SKY Racing Team VR46) + 1.735
10. Dennis Foggia (SKY Racing Team VR46) + 7.876
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20. Filip Salac (Redox PrüstelGP) + 34.590

Jakub Kornfeil
Rider #84

Nach meinem Sturz haben die Röntgenaufnahmen gezeigt, dass mein Schlüsselbein gebrochen ist. Ich werde heute noch operiert. Ansonsten war mein Rennen bis da hin gut. Ich hatte einen guten Start und kämpfte mit der Führungsgruppe. Ich lag immer so rund um den fünften bis siebten Platz. Dann überholte mich Fenati ziemlich hart und ich schlug zurück. Er ist dann wieder innen an mir vorbei und ich hatte da schon das Gefühl, dass er stürzen würde. Als es dann wirklich passierte, war ich zu nahe an ihm dran und konnte nicht mehr ausweichen. Ich bin ziemlich hart auf den Boden aufgeschlagen. Das ist eine schnelle Kurve, in der wir im vierten Gang rund 140 km/h fahren. Aber das ist Rennsport, diese Dinge passieren. Jetzt müssen wir sehen, wie es nach der Operation weitergeht. Ich möchte mich dennoch bei meinem Team bedanken, denn die haben mir ein wirklich gutes Motorrad bereitgestellt. Ich hoffe schon bald in alter Stärke zurück zu sein.

Filip SALAC
Rider #12

Im Allgemeinen war es ein normales Rennen, nichts Besonderes, aber jetzt weiß ich umso mehr, dass ich ohne eine gute Qualifikation nicht mitkämpfen kann. Es ist schwer von so weit hinten zur vorderen Gruppe aufzuschließen. Klar, es war eine neue Strecke für mich, aber ich bin enttäuscht. Ich habe in einer Vierergruppe gekämpft und in der letzten Runde war ich Zweiter in dieser Gruppe, aber dann machte ich einen Fehler. Dadurch musste ich weit gehen und alle zogen wieder an mir vorbei. Am Ende bin ich Zwanzigster geworden. Wir haben aber das Potenzial, deutlich weiter vorn zu kämpfen. Wir müssen uns eine bessere Strategie für die Trainings und das Qualifying erarbeiten. Dennoch danke an mein Team, alle Partner und meine Familie.